Referenz Ludwigshafen

Über 1.800 Fenster, Alu-Fassade saniert ohne Abriss

Ein Gebäude aus den 1970er-Jahren: Betonvorsatzschalen, dahinter massive Aluminiumelemente. ALU-THERMIC hat die frei liegenden Aluminiumflächen rund um die neuen Fenster gedämmt und neu verkleidet – die Betonschalen blieben unangetastet.

Ort
Ludwigshafen am Rhein, Deutschland
Baujahr
1977
Fenster
über 1.800
Bauzeit
Q4 2025 – Q4 2026
Geschosse
8
Farbton
RAL 7015 Schiefergrau
Luftbild der Anlage nach der Sanierung: Hochhaus und Flachbauten mit hellen Riffelplatten und schiefergrauen Fensterbändern
Nachher
Luftbild der Anlage vor der Sanierung: Hochhaus und Flachbauten mit Innenhof, links ein Fernmeldeturm
Vorher

Das Projekt in Zahlen

1.800+
Fenster in den Betonvorsatzschalen
7 × 4 m
Aluminiumelemente hinter jeder Schale
30 mm
Spezielle Isolierung, λ 0,034 W/(m·K)
3 mm
Aluminium, pulverbeschichtet
30 cm
Betonbrüstung
ca. 12
Monate Bauzeit

Die Ausgangslage

Das Gebäude stammt aus den 1970er-Jahren und diente lange der Deutschen Bundespost. Nach Jahren des Leerstands sollte es energetisch saniert und optisch aufgewertet werden – künftig als Bürogebäude.

Die Fassade ist massiv gebaut: Betonvorsatzschalen, hinter jeder Schale ein Fassadenelement aus Aluminium, rund 7 Meter breit und 4 Meter hoch. Über diese Aluminiumflächen ging viel Wärme verloren.

Die Betonvorsatzschalen mussten erhalten bleiben – das war gesetzt. Gesucht war eine Lösung, die die alte Aluminiumfassade dämmt und dichtet, ohne Abriss und angepasst an die Toleranzen, die jede Schale nach rund 50 Jahren mitbringt.

Luftbild der Anlage in Ludwigshafen vor der Sanierung: Hochhaus, Flachbauten und Innenhof
Vor der Sanierung, Januar 2025: Hochhaus und Flachbauten mit Innenhof – über 1.800 Fensteröffnungen. Foto: Weisenburger Bau GmbH

Die Lösung Schritt für Schritt

Die Fenster wurden erneuert, die Aluminiumflächen darum herum hat ALU-THERMIC gedämmt und neu verkleidet – fast ausschließlich von außen und ohne die Betonvorsatzschalen anzutasten.

  1. Neue Fenster

    Die alten Fensterflügel wurden ausgebaut und durch neue Kunststofffenster mit Dreifachverglasung ersetzt.

  2. Aluminiumflächen gedämmt

    Die danach frei liegenden Aluminiumflächen rund um die Fenster erhielten eine 30 mm starke Spezielle Isolierung mit λ 0,034 W/(m·K). Die Lisenen zwischen den Betonvorsatzschalen wurden mit dem ALU-THERMIC-Profil aufgedoppelt.

  3. Dämmprofil und Fensterbank in einem

    Unter den Fenstern ist das Dämmprofil mit einer Fensterbank kombiniert. Sie deckt die 30-cm-Betonbrüstung vollständig ab und führt das Wasser sauber ab.

  4. Brüstungen, Ecken, Zwischenprofile

    Die größeren Flächen zwischen den Brüstungen sind mit verdichteter Steinwolle gedämmt. Auch die Eckbereiche und das alte Aluprofil zwischen den Fenstern sind gedämmt.

Fensterreihe auf der Dachterrasse mit neuer Fensterbank und gedämmter, schiefergrauer Aluminiumverkleidung
Dämmprofil und Fensterbank in einem: Die Abdeckung reicht über die ganze Brüstung.

Technik im Überblick

Eckdaten des Verfahrens – sie gelten für jedes Projekt.

Wärmeschutz

Ungedämmte Aluminiumprofile liegen je nach Baujahr bei 5 bis 7 W/(m²K). Mit 30 mm Spezieller Isolierung sinkt der U-Wert auf 1 bis 2 W/(m²K) – der genaue Wert hängt von der Größe des abgedeckten Profils ab, weil Randeffekte mitzählen.

Brandschutz

Die Spezielle Isolierung erfüllt Baustoffklasse B2 nach DIN 4102-1 (normal entflammbar), auf Wunsch B1 (schwer entflammbar). Größere Flächen wie Brüstungen werden mit verdichteter Steinwolle gedämmt.

Gewährleistung und Haltbarkeit

5 Jahre Gewährleistung. Der Dämmstoff hält 30 Jahre – auch unter Sonnenlicht und frei bewittert.

Förderung

Förderungen sind möglich. Sie werden von den Fachplanern des Projekts betreut.

Vor Ort erklärt

Wie saniert man eine Aluminiumfassade, deren Betonvorsatzschalen stehen bleiben müssen? Das Projektteam zeigt es auf der Dachterrasse.

Vor der Sanierung

Das Gebäude 2024 und Anfang 2025, bevor die Arbeiten an der Fassade begannen. Fotos: Weisenburger Bau GmbH.

Drohnenaufnahme auf Dachhöhe: das Hochhaus vor der Sanierung, links ein Fernmeldeturm, dahinter die Stadt
Auf Dachhöhe: In jedem Geschoss wechseln Betonvorsatzschalen und Fensterbänder.
Luftbild des Hochhauses vor der Sanierung: zwei Gebäudeflügel mit hellen Betonvorsatzschalen, davor ein Flachdach
Zwischen den Betonschalen: die Fensterbänder der alten Aluminiumelemente.
Eingang des Gebäudes vor der Sanierung: Vordach, Treppe und Unkraut im Pflaster
Der Eingang nach Jahren des Leerstands.
Nahaufnahme der alten Aluminiumrahmen: verwitterte, bronzefarbene Profile zwischen den Betonschalen
Die alten Aluminiumrahmen aus der Nähe, gezeichnet von rund 50 Jahren Wetter.
Gebäudeecke von nah: zwei Betonvorsatzschalen mit Riffelstruktur, dazwischen eine Lisene
Eine der Lisenen zwischen den Betonvorsatzschalen – sie wurden später mit dem ALU-THERMIC-Profil aufgedoppelt.

Bilder vom Projekt

Das Hochhaus während der Arbeiten und nach der Sanierung.

Blick vom Flachdach auf das sanierte Hochhaus mit Riffelplatten und schiefergrauen Fensterbändern
Vom Dach der Flachbauten: das Hochhaus nach der Sanierung.
Nahaufnahme der Fassade: helle Riffelplatten, dazwischen schiefergraue Fensterbänder
Die Betonbrüstungen blieben, die Aluminiumflächen sind gedämmt und neu verkleidet.
Gebäudeecke mit Riffelplatten und großen Fenstern im Erdgeschoss
Auch die Eckbereiche sind gedämmt.
Hochhaus während der Sanierung: links fertig, rechts noch eingerüstet
Während der Arbeiten: links fertig, rechts noch im Gerüst.
Schrägluftbild des Hochhauses mit dem Sendemast auf dem Dach
Das Luftbild erfasst die Größe des Gebäudes, das ca. 580 Arbeitsplätze aufnehmen soll.

Was dieses Projekt zeigt

Für Eigentümer ähnlicher Gebäude zählt, was im großen Maßstab funktioniert hat.

Großer Maßstab

Über 1.800 Fenster in rund einem Jahr: Das Verfahren ist für ganze Gebäude ausgelegt, nicht nur für einzelne Flächen.

Der Bestand bleibt

Kein Abriss, keine neue Fassade: Die Betonvorsatzschalen blieben erhalten, gedämmt wurde die vorhandene Aluminiumkonstruktion.

Maßarbeit statt Standard

Jede Schale hat nach rund 50 Jahren eigene Toleranzen. Dämmung, Abdichtung und Abdeckungen wurden an jede Öffnung angepasst.

Abgestimmt auf der Baustelle

Geplant und umgesetzt im Zusammenspiel mit dem Generalunternehmer vor Ort – vom Fenstertausch bis zur letzten Abdeckung.

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